Als Lehrer

Lehre

Alexandra Soumm, Boris Kuschnir

Seit Jahrzehnten unterrichtet Boris Kuschnir an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (MUK) und als ordentlicher Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG). Dazu kommen Meisterkurse auf fünf Kontinenten – in Dubrovnik, Prag, Seoul, Tel Aviv, Oxford, Salzburg, Kronberg und an vielen Orten mehr.

Lehren heißt zuhören

Was seine Klassen von anderen unterscheidet, lässt sich schwer in einem Lehrplan beschreiben. Es beginnt damit, dass er zuerst zuhört – nicht den Noten, sondern dem Menschen, der sie spielt. Erst dann kommt das Handwerk: Bogenführung, Klangkontrolle, rhythmische Präzision, Phrasierung. Aber immer mit dem Ziel, nicht eine Technik zu vermitteln, sondern einen Weg zur eigenen Stimme freizulegen.

Ich kann einen Schüler nicht zu einem Musiker machen. Ich kann ihm nur helfen, hinzuhören, bis er ihn selbst findet – den Ton, den er meint.

Die Schule und ihre Stimmen

Aus seinen Klassen sind Geigerinnen und Geiger hervorgegangen, die heute international konzertieren, Professuren führen und selbst junge Musiker prägen. Unter ihnen Nikolaj Znaider, Julian Rachlin, María Dueñas, Lidia Baich, Dalibor Karvay, Alexandra Soumm, Aleksey Igudesman und viele weitere, deren Namen auf Programmheften in Wien, Tokyo, New York und Moskau zu finden sind.

Eine Auswahl mit kurzen Porträts findet sich auf der Schüler:innen-Seite.

Meisterkurse und Jurys

Neben der festen Klasse hält Boris Kuschnir regelmäßig Meisterkurse, unter anderem beim Festival Julian Rachlin & Friends in Dubrovnik und bei Keshet Eilon in Israel. Er ist Juror bei den wichtigen internationalen Wettbewerben: Tschaikowski (Moskau), Queen Elisabeth (Brüssel), Fritz Kreisler (Wien), Sibelius (Helsinki), Long-Thibaud (Paris) und vielen weiteren.

Was bleibt

Wer die Klasse verlässt, nimmt nicht nur die Technik mit. Sondern auch die Haltung, dass ein Ton erst dann zählt, wenn er gemeint ist – und dass jede Generation die Musik neu erfinden muss, gerade weil sie die alte so gut kennt.