Über Fehler und Wettbewerbe

Aus „Exzellenz durch den differenzierten Umgang mit Fehlern" (Hrsg. Silke Kruse-Weber).

Warum viele Violinwettbewerbe an Wert verlieren? „Viele Bewerber versuchen zuallererst, ohne Fehler zu spielen – und spielen dann wie computerisiert." Kuschnir erzählt vom eigenen Patzer in Leningrad (3. Preis trotzdem), von Znaiders Kopfhaltungs-Fehler vor dem Queen-Elisabeth-Sieg – und davon, wie Schostakowitsch beim 13. Streichquartett im eigenen Wohnzimmer sagte: „Mein Fehler." Das Tempo wurde handschriftlich korrigiert. Eine Lehre übers Leben, nebenbei.

Ein Fehler muss nicht immer ein großes Problem sein.

Aus: Silke Kruse-Weber (Hg.), *Exzellenz durch den differenzierten Umgang mit Fehlern*, Schott, 2013.