Streichquartett

Moskauer Streichquartett

1970–1979

Boris Kuschnirs erstes eigenes Quartett – mit Raimundas Katilius, Igor Sulyga und den Cellisten Ivan Monighetti und Alexander Osokin.

Moscow String Quartet, Großer Saal des Tschaikowski-Konservatoriums
Moscow String Quartet, Großer Saal des Tschaikowski-Konservatoriums

1970 gründete Boris Kuschnir das Moskauer Streichquartett. Zu den Musikern gehörten der Geiger Raimundas Katilius, der Bratschist Igor Sulyga und zunächst der Cellist Ivan Monighetti, dessen Platz später Alexander Osokin übernahm.

Das aus Studierenden hervorgegangene Ensemble gewann erste Preise bei internationalen Wettbewerben in Belgrad 1971 und Bratislava 1972. Sein Repertoire umfasste klassische Werke ebenso wie Musik zeitgenössischer Moskauer Komponisten und die späten Quartette von Dmitri Schostakowitsch.

Mit Schostakowitsch konnten die Musiker persönlich an dessen Werken arbeiten. Im Gespräch mit Nikolaj Znaider für The Strad beschreibt Kuschnir, was ihm die Quartettjahre vermittelten: Partituren zu lesen, den gemeinsamen Klang zu gestalten und die Balance zwischen den Stimmen zu finden. Diese Erfahrungen seien später auch für seinen Unterricht wichtig geworden.

1979 trennten sich die Wege der Musiker. Kuschnir und Sulyga fanden 2002 im Kopelman Quartett wieder zusammen.

Quellen: Archiv der St. Petersburger Philharmonie und Gespräch mit Nikolaj Znaider.

Besetzung

  • 1. Violine Boris Kuschnir
  • 2. Violine Raimundas Katilius
  • Viola Igor Sulyga
  • Violoncello Ivan Monighetti Anfängliche Besetzung
  • Violoncello Alexander Osokin Nachfolger von Ivan Monighetti